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An die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Dr. Angela Merkel Bundeskanzleramt Berlin |
Hermann BenjesHohenmoorer
Str. 61 e-Mail:
Hermann.Benjes@t-online.d Asendorf, 3. Januar 2006 |
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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Frau Dr. Merkel! Noch ganz im Zeichen Ihrer ganzseitigen Anzeigenaktion und Ihrer eindrucksvollen Neujahrsansprache stehend, träume ich davon, meine nicht weniger wichtige Botschaft auch einmal so durchschlagend unter das Volk bringen zu können. Ich gehöre also nicht zu denen, die Ihnen (wie der Bund der Steuerzahler) Geldverschwendung vorwerfen: Als Geldreformer weiß ich natürlich, dass 3 Millionen Euro mehr oder weniger im Staatssäckel den Braten nun auch nicht mehr fett machen würden. Frau Dr. Merkel, ich schreibe Ihnen heute, um auf das Krisenbewältigungspotential der wegweisenden, ja bahnbrechenden Erkenntnisse des Geldreformers Silvio Gesell (1862-1930) hinzuweisen, über den ich ein Buch geschrieben habe. Es erschien im Mai 2005 bereits in 7. Auflage (18. bis 20. Tausend) und trägt den erklärungsbedürftigen Titel „Wer hat Angst vor Silvio Gesell?“ Dem Untertitel dieses Buches (Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle), wollen Sie bitte die Botschaft entnehmen, dass ich kein billiges Lippenbekenntnis zu Papier gebracht habe, sondern eine Geldreform anmahne, die im Einklang mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht. Schon während der Lektüre werden Sie erkennen, dass es sich bei dieser Forderung um eine bisher vernachlässigte Selbstverständlichkeit handelt, die sich mit einer Geldreform im Sinne der Natürlichen Wirtschaftsordnung Silvio Gesells ohne Staatsverschuldung und ohne den mörderischen Wachstumswahn schon in absehbarer Zeit herbeiführen ließe! In Ihrer Anzeigenaktion betonen Sie ausdrücklich, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehe bei Ihnen an erster Stelle. Sie geben also zu erkennen, die Arbeitslosigkeit „bekämpfen“ zu wollen. Frau Dr. Merkel, das würde ich an Ihrer Stelle nicht tun, denn wie schon Ihre beiden Vorgänger erleben mussten, löst dieser „Kampf“ das soziale Problem in Deutschland so wenig wie das Zirpen einer Grille bei Westwind. Besonders Gerhard Schröder kann ein Lied davon singen. Haben Sie gemerkt, dass er es zuletzt nicht mehr gewagt hat, das schöne deutsche Wort Vollbeschäftigung in den Mund zu nehmen? Sie selbst haben es in Ihrer Neujahrsansprache – wenn ich richtig zugehört habe –auch nicht über Ihre Lippen gebracht. Statt dessen um so öfter das Wort Wachstum! Richtig bange wird mir bei Ihrer Ankündigung, für noch mehr Wirtschaftswachstum sorgen zu wollen. Als gelernte Physikerin sollten Sie eigentlich wissen, dass ständiges Wachstum, also potentielles Wachstum, nur in einer Katastrophe enden kann. Darum halte ich es als Autor, Vortrags-referent und Gründungsmitglied des Deutschen Freiwirtschaftsbundes e.V. für meine Bürgerpflicht, Sie, die Sie doch gerade erst im Bundestag geschworen haben, Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, höflich daran zu erinnern, dass es auch Formen des Wachstums gibt, die völlig frei von schädlichen Nebenwirkungen sind und unser Land dennoch voranbringen können. So sollte man beispielsweise dafür sorgen, dass auch Kinder, also nicht etwa nur Schulkinder, Auszubildende, Studenten und Betuchte, regelmäßig ins Theater gehen! Wachstumsraten von 800 bis 1200 % wären auf diesem Gebiet nicht nur naturverträglich, sondern grundsätzlich wünschenswert und zweifellos auch „pisa-freundlich“. Ich greife unter vielen bisher ignorierten Möglichkeiten ein weiteres Beispiel heraus: Solaranlagen auf so gut wie allen dafür geeigneten Dächern würden allein in Deutschland zwei bis drei Millionen zusätzliche Dauerarbeitsplätze schaffen. Um diese hier nur angedeuteten Möglichkeiten auch ohne „Neuschulden“ zu verwirklichen, bedarf es einer Geldreform, die den perversen Anspruch auf Zins so schnell wie möglich beendet. Dazu müssten der Bevölkerung aber zunächst, wie Sie es gerade vorgemacht haben - in ganzseitigen (!) Anzeigen und über das Fernsehen die Augen geöffnet werden - für die total unterschätzten Nebenwirkungen des Zinses, welche die soziale Gerechtigkeit verkrüppeln und den verschuldeten Staat zu einer hilflosen Geisel der Zinsschmarotzer verkommen lassen. Wie schön, verehrte Frau Dr. Merkel, dass Sie in Ihrer Neujahrsbotschaft dazu aufgerufen haben, Neue Ideen in die Tat umzusetzen. Mein Gott, das wurde aber auch Zeit! Darauf habe ich seit Jahren gewartet. Indem ich also davon ausgehe, dass gerade diese Aussage unserer neuen Bundeskanzlerin endlich einmal eine Absichtserklärung war, auf die sich 4 bis 5 Millionen Arbeitslose ab sofort felsenfest verlassen können, mache ich Ihnen hiermit das Angebot, Sie und selbstverständlich auch die übrigen Mitglieder der Bundesregierung auf die ungenutzten Möglichkeiten bei der Bewältigung der sozialen Krise hinzuweisen. Eine Expertendelegation des Deutschen Freiwirtschaftsbundes e.V., der auch ich angehören werde, hält sich bereit, Ihnen bei dieser schicksalhaften aber auch dankbaren Aufgabe beratend zur Verfügung zu stehen. Ihrer geschätzten Nachricht entgegensehend, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Hermann Benjes Koordinator im Deutschen Freiwirtschaftsbund e.V.
PS Das Buch WER HAT ANGST VOR SILVIO GESELL? – Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle, wird Ihnen auf Wunsch postwendend zugeleitet. |
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