Hermann Benjes
(s.a. www.muslix.de/HB) Zusammenfassungen der 17 Kapitel,
eine Schlussbetrachtung Zusammenfassung des 1. Kapitel . b) Geld ist für das reibungslose Zustandekommen
von Tauschvorgängen unersetzlich. Das Prinzip
Ware gegen Ware" oder Ware gegen Arbeit" ist
heute nur noch ausnahmsweise sinnvoll und
durchführbar (Tauschringe). Besser und reibungsloser
funktioniert das Prinzip: Ware für Geld und
Geld für Arbeit". c) Nur gleichmäßig umlaufendes Geld
führt zu Vollbeschäftigung und allgemeinem
Wohlstand; und das sind weltweit immerhin zwei der
wichtigsten Voraussetzungen für den Bürger- und
für den Völkerfrieden! d) Den professoralen Wirtschaftswissenschaftlern und
Kanzlerberatern" sind diese Tatsachen und
Zusammenhänge durchaus bekannt, doch ziehen sie aus
diesen Erkenntnissen - wie wir im weiteren Verlauf dieses
Buches noch sehen werden - keine nennenswerten
Konsequenzen und verschweigen z.B. ihren eigenen
Studenten den freiwirtschaftlichen Ausweg aus der von
Massenarbeitslosigkeit und sozialer Ungerechtigkeit
geprägten Krise. Zusammenfassung des zweite Kapitel . b) Versteckte und verschwiegene Zinskosten belasten
die Preise aller Waren und Dienstleistungen mit ca. 35-45
%. c) Bei den Wohnungsmieten liegt der Zinskostenanteil
zwischen 70 und 80 %. Kreditfinanzierte Häuser sind
doppelt und dreifach (in Schweden bis zum Vierfachen) zu
bezahlen - je nach Laufzeit und Eigenkapital bei
Vertragsabschluß. d) Geld kann nicht wachsen" wie immer wieder
behauptet wird. Man hat Geld auch noch nie arbeiten
sehen. Die wundersame Geldvermehrung der Reichen und
Superreichen wird auch nicht etwa durch Tüchtigkeit
und Fleiß erzielt, sondern durch eine
systembedingte Umverteilung des Geldes von den
Arbeitenden zu den Geldbesitzenden. e) Exponentielles Wachstum wird durch das Zins- und
Zinseszinssystem erzwungen und nicht etwa durch den
wachsenden Bedarf der Menschheit. f) Massen- und Dauerarbeitslosigkeit haben infolge
politischer Ratlosigkeit die Naziherrschaft erst
möglich gemacht. Von entscheidender Bedeutung war
dabei die Rolle der Presse und der
Wirtschaftswissenschaft. Zusammenfassung des 3. Kapitel . b) Das Deutsche Reich war durch das Diktat von
Versailles nicht nur der Willkür und Dummheit
rachsüchtiger Regierungen ausgesetzt, sondern auch
zum Spielball der Wall-Street-Bankiers geworden. c) Die Freiwirtschaftsbewegung hat in der Weimarer
Republik nichts unversucht gelassen, vor den beiden
großen Gefahren Nationalsozialismus und Kommunismus
zu warnen, fand aber keinen Rückhalt in der SPD. d) Anstatt zu erkennen, dass sieben Millionen
Arbeitslose keine Parolen, sondern Arbeit brauchten,
verschlief die SPD den rettenden Ausweg der
Natürlichen Wirtschaftsordnung Silvio Gesells, indem
sie die von führenden Freiwirten angebotene Beratung
stolz zurückwies. Damit war der Weg in die
Naziherrschaft frei. e) Freigeld, also Geld, das mit Hilfe einer treibenden
Umlaufgebühr aus den Rattenlöchern der
Spekulanten und Schmarotzer gelockt wird, hat es
besonders eilig, sich vor dem Abschmelzen" noch
schnell dem Markt anzubieten - und zwar zinslos! f) Massenarbeitslosigkeit lässt sich nicht mit
Sprüchen bekämpfen", sondern nur mit
umlaufgesichertem Geld, das sich bei der Schaffung von
Arbeitsplätzen brav" (zinslos) zur
Verfügung stellt. g) Große, mehr oder weniger schamlos
zusammengeraffte Geldvermögen wachsen in der
Natürlichen Wirtschaftsordnung (NWO) nicht weiter -
wie bisher. Sie bleiben den Besitzern jedoch erhalten,
falls sie es dem Markt zinslos (brav!) zur Verfügung
stellen. h) Sparkonten werfen in der NWO zwar keine Zinsen mehr
ab, bleiben jedoch von Inflationsverlusten verschont und
sind damit absolut wertbeständig. Sparen lohnt sich
also, denn den entgangenen Sparzinsen stehen die
hundertfach größeren Einsparungen bei Mieten,
Waren und Steuern gegenüber! Darum wird sich das
Sparen für später" nicht nur lohnen,
sondern in viel höherem Maße als heute auch
stattfinden! i) Eine Goldgräberstimmung bleibt natürlich
aus, wenn der Bevölkerung mit Medienmacht
verschwiegen wird, dass ein Schatz gefunden wurde, der
nur noch auszugraben ist. Zusammenfassung des 4. Kapitel . b) Beim Verkehrsmittel Geld ist es zur Zeit noch
umgekehrt: Geld kann beliebig lange und oft
zurückgehalten oder anderweitig zweckentfremdet
werden; selbst dann, wenn der Bedarf an Geld in der
Wirtschaft besonders groß ist. Dieser Unfug wird
nach Einführung der Natürlichen
Wirtschaftsordnung (NWO) nur noch Geschichte sein. c) Diese Rückgabemuffel zahlen im heutigen
Geldsystem nicht nur kein Standgeld (auch keine Strafe)
sondern lassen sich die leihweise Hergabe dringend
benötigter Gelder auch noch mit Zinsgeschenken
versüßen. d) Der Mensch macht - was er will. Aber ob er es will,
das macht er nicht! Zusammenfassung des 5. Kapitel . b) Laut Focus sind zur Durchsetzung des EURO von der
Europäischen Kommission 160 Journalisten und
Professoren für eurofreundliche Jubelberichte
eingekauft worden. c) Weite Teile der Bevölkerung scheinen dankbar
dafür zu sein, über unser Geldsystem nicht
nachdenken zu müssen. So bleibt dieses Thema denen
überlassen, die mit dem Geld-Analphabetentum der
Bevölkerung etwas anzufangen wissen! d) Ein Bundestagsabgeordneter wird im Schnitt von
sechs Lobbyisten beraten", informiert und
bearbeitet". Abstimmungsergebnisse im Bundestag -
das belegen die bekannt gewordenen Skandale der
Nachkriegszeit eindeutig - sind darum traditionell nicht
astrein. Da erfahrungsgemäß immer nur
Bruchteile der illegalen Machenschaften aufgedeckt
werden, ist von einer relativ hohen Dunkelziffer
auszugehen. Rechnet man die Korruptionsfälle in
deutschen Bauämtern hinzu (allein in Frankfurt am
Main sind 2002 über 200 Fälle anhängig),
muss damit gerechnet werden, dass Jurastudenten und
Juristen aus Mittelamerika (im Gegenzug) demnächst
zu Studienbesuchen in die Bananenrepublik Deutschland
eingeflogen werden. e) Von 1999 - 2000 konnten 4900
SPD-Mandatsträger/innen mit Hilfe der
Apfel-Brief-Aktion-SPD" erreicht und über die
NWO informiert werden. Weitere Zielgruppen, wie z.B.
Kirchen, Universitäten, Naturschutzverbände,
Gewerkschaften etc. werden in noch nicht festgelegter
Reihenfolge mit speziellen Apfel-Briefen bedient".
Die Apfel-Brief-Aktionen werden erst dann beendet, wenn
die Medien ihre ruchlose Taktik des Totschweigens
aufgegeben haben. f) Auch völlig intakte Betriebe mit guter oder
sogar sehr guter Auftragslage und internationaler
Konkurrenzfähigkeit werden zur Stillegung
freigegeben", wenn der Profit nicht mehr das
bringt, was auf dem Kapitalmarkt bei geringerem Risiko
auch ohne Arbeit zu erzielen wäre. g) In der heutigen Zinswirtschaft werden also
vorhandene Arbeitsplätze abgebaut" und neue
oft gar nicht erst geschaffen, weil das Kapital
(scheu wie ein Reh") die Flucht ergreift. In der
NWO stehen diese Schlupflöcher dann nicht mehr zur
Verfügung. Nicht die Arbeiter werden in der NWO
freigestellt", sondern das Kapital! Betriebe, die
heutzutage unbedingt profitabel sein müssen,
brauchen in der NWO nur noch lohnend sein, um
Dauerarbeitsplätze erhalten und schaffen zu
können. h) Sichere Arbeitsplätze und ein gutes Einkommen
für alle (!) sind nicht die einzigen Faktoren
menschlicher Zufriedenheit, aber zwei besonders wichtige,
ohne die es auf Dauer keinen Bürger und
Völkerfrieden geben kann. Edison, einer der größten Erfinder der
Menschheit, hat sich nicht vorstellen können, dass es
einmal möglich sein wird, drahtlos durch die
Luft" zu telefonieren. Ich selbst habe 1946 als
neunjähriger Volksschüler nicht glauben
können, dass bewegte Bilder wie im Kino über weite
Strecken durch die Luft gesendet werden können; und ich
erinnere mich noch gut daran, richtig ärgerlich
geworden zu sein, als mein Lehrer bei seiner Behauptung
blieb. Um so größer ist heute mein Respekt vor
Menschen, die zur Abwechslung auch mal an etwas glauben
können, was nicht sofort bewiesen werden kann. Dieser
vorauseilende Glaube schließt ja den nachgereichten
Beweis nicht aus. Wer aber überhaupt nicht glaubt, wird
auch nicht die Ausdauer und Kraft aufbringen, den die
Beweisführung vorauszusetzen pflegt. Für die
österreichische Gemeinde Wörgl (und für die
ganze Welt!) wäre es ein großer Verlust gewesen,
wenn dem Bürgermeister Michael Unterguggenberger 1932
der rechte Glaube gefehlt hätte, denn er wagte ein
Experiment, das als das Wunder von Wörgl in die
Geschichte des Geldes eingegangen ist. Der schweizer
Freiwirt Fritz Schwarz, ein persönlicher Freund und
Mitstreiter Silvio Gesells, hat diesem tapferen Mann durch
sein Buch Das Experiment von Wörgl" ein
wunderbares Denkmal gesetzt. Wie so viele Gemeinden und Städte jener Zeit wurde
auch Wörgl mit seinen damals 4216 Einwohnern von der
Rezession erfasst und von hoher Arbeitslosigkeit
heimgesucht. Der bei der Innsbrucker Sparkasse
hochverschuldete Ort war nicht mehr in der Lage, die
inzwischen aufgelaufenen Zinsen (50.000 Schilling) zu
bezahlen. Ausgesteuerte" Arbeitslose fielen
scharenweise der Armenfürsorge zur Last. In weiten
Teilen Österreichs und Deutschlands sah es damals nicht
anders aus: Verzweifelte Familienväter sahen oft keinen
anderen Ausweg mehr, als sich das Leben zu nehmen. In
Wörgl richteten sich die Hoffnungen der Verzweifelten
und Gedemütigten auf den tüchtigen
Bürgermeister Michael Unterguggenberger, doch der hatte
bis auf die Armenspeisung schon lange nichts mehr zu
verteilen. Ihm ging das heute kaum noch zu beschreibende
Elend der Arbeitslosen und deren Familien so zu Herzen, dass
er keine Ruhe mehr fand und über einen rettenden Ausweg
aus der Not nachzudenken begann. Seine Gedanken kreisten um
die Natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) Silvio Gesells.
Eines Tages fasste er den Entschluss, Gesell beim Wort zu
nehmen. Dessen Erkenntnis und Behauptung, dass ständig
umlaufendes Geld Arbeit schafft, während eingesperrtes
Geld Arbeiter aussperrt, ließ ihn nicht mehr los, denn
genau da lag auch in Wörgl der Hase im Pfeffer: Wie in
Zeiten der Rezession üblich, verlangsamte sich der
Geldumlauf in Wörgl zusehends, weil mit dem
Hinauszögern von Einkäufen für die
Konsumenten leider Vorteile (sinkende Preise) verbunden
waren. In ihrer Unwissenheit sägten die Leute also
ausgerechnet den Ast ab, auf dem sie selbst saßen,
indem sie den Metzger auf seiner Wurst und den Gärtner
auf seinen Gurken sitzen ließen. Damals (wie heute!)
fehlte den Menschen die Einsicht, dass der Segen des
eigentlich umlaufpflichtigen" Geldes durch
ängstliche Kaufzurückhaltung ganz schnell in einen
Fluch umschlagen kann. Michael Unterguggenberger war einer
der Wenigen, denen dieser Zusammenhang bewusst war. Somit
erkannte er natürlich auch die Gefahr, die durch das
schädliche Verhalten der Bürger von Wörgl
weiteren Auftrieb erhielt. Im Gegensatz zu den
Bürgermeistern heutiger Zeit, die auch bei extrem hoher
Arbeitslosigkeit in ihrem Amtsbezirk (Bremerhaven z.B. 20 %)
gesetzestreu und brav" ihren Vorschriften allererste
Priorität einräumen, seelenruhig in den Urlaub
fahren und eine stille Weihnacht zu genießen wissen,
trat Unterguggenberger, nachdem seine Entscheidung gefallen
war, unverzüglich und mit atemberaubender Konsequenz in
Aktion. Um den Gemeinderat, die örtlichen
Geschäftsleute, Handwerker, Bauern, kurz die ganze
Gemeinde von der Notwendigkeit seiner Idee zu
überzeugen, sprach er mit vielen zunächst unter
vier Augen, dann in den Vereinen und schließlich auf
Versammlungen vor der ganzen Bevölkerung über
diesen einen rettenden Ausweg. Unterguggenberger schlug vor,
den Wohlfahrtsausschuss der Gemeinde damit zu beauftragen,
eine Nothilfe Wörgl" ins Leben zu rufen.
Bangenden Herzens, doch ohne zu zögern, stimmte die
ganze Gemeinde - über alle Parteigrenzen hinweg diesem
mutigen Vorschlag zu. Die Nothilfe bestand ganz
einfach" darin, dass der Wohlfahrtsausschuss unter
Mitwirkung und Leitung vertrauenswürdiger
Persönlichkeiten aus Wörgl so genannte
Arbeitsbestätigungen" drucken ließ, die in
Wirklichkeit aber reine Zahlungsmittel, also praktisch
richtiges Geld" waren. Sie wurden in folgenden
Stückelungen herausgegeben: 2000 gelbe
Arbeitsbestätigungen zu je 1 Schilling, 2000 blaue zu
je 5 Schilling und 2000 rote zu je 10 Schilling. Mit nominal
also nur 32.000 Schilling glaubte der Bürgermeister
allen Ernstes die 4216 Einwohner von Wörgl aus der
Krise herausführen zu können. Mit nur 7,59
Schilling pro Person wollte dieser Mann allen Ernstes seine
Stadt retten, so gründlich hatte er Die
Natürliche Wirtschaftsordung" Silvio Gesells gelesen
und - viel wichtiger - auch verstanden! Die Nationalbank in
Wien hatte jedoch Wind davon bekommen und behauptete
völlig zu Recht, es handele sich bei den Scheinen um
Geld und verwies unter Strafandrohung auf ihr Monopol. Dazu
muss man wissen, dass die National Bank in Wien nicht etwa
eine Bank des Staates Österreich war, wie der
hochtrabende Name suggeriert, sondern eine ganz
gewöhnliche Aktiengesellschaft, die von Privatbankiers
kontrolliert wurde - wie übrigens fast alle Notenbanken
auf der Welt einschließlich der mächtigen
amerikanischen Notenbank Federal Reserve System"! Die
Wiener Bankiers gerieten natürlich in helle Aufregung,
weil sie ihre Zinseinnahmen den Bach hinuntergehen sahen und
sich gesagt haben werden: Wehret den Anfängen!"
Aber davon ließ sich der Bürgermeister zum
Glück nicht beeindrucken. Er schrieb nach Wien, dass
man sich lediglich mit Arbeitsbestätigungsscheinen,
also Quittungen für geleistete Arbreit versorgt habe,
um wichtige Arbeiten in der Stadt endlich durchführen
zu können und brachte das Experiment wie geplant auf
den Weg. Die Geldausgabe an die Bevölkerung erfolgte im
Gemeindeamt, die Einlösung der Scheine wie bisher in
den Geschäften oder bei der örtlichen Sparkasse.
Die Besonderheiten dieses Notgeldes waren natürlich
erklärungsbedürftig und mussten der ganzen
Bevölkerung vorher genau erläutert werden. Diese
Aufgabe wurde damals von der Lokalzeitung Wörgler
Nachrichten" übernommen; und auch das ist aus heutiger
Sicht eine kaum noch nachvollziehbare Sensation, denn welche
Zeitung in Österreich oder Deutschland würde es
heute wohl wagen, in täglichen Fortsetzungen die NWO
Silvio Gesells und die Überlegenheit eines vom
Zinsterror befreiten Geldes zu schildern? Weder regionale
noch überregionale Zeitungen würden es heute
riskieren, durch eine fundierte Zinskritik das gewaltige
Anzeigengeschäft mit den Banken und Konzernen zu
gefährden. Die großen Zeitungen und Zeitschriften
müssen dem herrschenden Geld heute schon aus
wirtschaftlichen Gründen Tribut zahlen, also so tief
hinten reinkriechen, dass der Anspruch und die Behauptung
vieler Zeitungen, unabhängig zu sein, nicht nur
verlogen und frech, sondern einfach nur lächerlich ist.
Auch in dieser Hinsicht stellte Wörgl eine
bemerkenswerte Ausnahme dar, die man sich wohl nur aus der
Not erklären kann. Wichtigster Unterschied zum normalen Schilling, der in
Wörgl selbstverständlich seine Gültigkeit
behielt (also auch weiterhin genutzt werden konnte), war die
von Silvio Gesell vorgeschlagene Gleichstellung des Geldes
mit den verderblichen Waren. Es verlor also langsam an Wert
und zwar genau 1% pro Monat. Wer den Arbeitswertschein
länger als einen Monat ungenutzt bei sich herumliegen
ließ, musste ihn auf einem der zwölf
aufgedruckten Monatsfelder mit einer Wertmarke bekleben, die
es im Gemeindeamt zu kaufen gab. Wer es unterließ,
fand keinen Abnehmer für sein Geld". Die Batterie
eines jeden Arbeitswertscheines war sozusagen immer wieder
aufzuladen und zwar spätestens am letzten Tag eines
Monats. Klar, dass alle bemüht waren, die Scheine noch
vor den monatlichen Stichtagen wieder loszuwerden, um
dadurch dieser kostenpflichtigen und lästigen Prozedur
zu entgehen. Man weiß heute nicht, wen man mehr bewundern soll,
Silvio Gesell, der genau diese Reaktion der Geldbesitzer
vorausgesehen hatte oder Michael Unterguggenberger, dem
dieses sozialpolitische Meisterstück in Zeiten
schwerster Not gelang, denn der Freigeldversuch
funktionierte auf Anhieb allen Unkenrufen aus Wien zum
Trotz! Um das Experiment in Gang zu setzen und gleich mit
gutem Beispiel voranzugehen, kaufte die Gemeinde Wörgl
dem Wohlfahrtsausschuß (also sich selbst!) mit ganz
normalen österreichischen 1000 Schilling die ersten
Wörgler Arbeitswertscheine im Nominalwert von 1000
Schilling ab, um damit die ersten Löhne jener Arbeiter
zu bezahlen, die jetzt im Auftrage der Stadt bei
verschiedenen Projekten der Stadterneuerung endlich
eingesetzt werden konnten. Dank der vorbildlichen Aufklärung durch die
Wörgler Nachrichten wurden die Arbeitswertscheine
überall in den Geschäften der Stadt wie normales
Geld akzeptiert, von den Geschäftsleuten allerdings
überraschend schnell zum Bezahlen
rückständiger Steuern verwendet, so dass die
Gemeinde weitere Aufträge an Handwerksbetriebe vergeben
konnte. Als jedoch nach drei Tagen von den erst 1000
ausgegebenen Schilling der Gemeinde bereits 5100 Schilling
an bezahlten Steuern zurückgeflossen waren, wurde der
Bürgermeister alarmiert, da sich der Buchhalter diese
wunderbare Geldvermehrung nur so erklären konnte:
Da müssen bereits Geldfälscher am Werk
sein!" Unterguggenberger soll darüber schallend gelacht
haben. Vermutlich wird er sich damals auch die Zeit genommen
haben, seinen Mitarbeitern den Zusammenhang zwischen der
Geldmenge und der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu
erklären (beides ist mit einander zu multiplizieren!).
Da diese 1000 Schilling, die innerhalb weniger Tage
fünf Mal den Besitzer wechselten, einer
Wirtschaftskraft von 5 x 1000 Schilling entsprachen und
somit auch 5000 Schilling Steuerschulden begleichen konnten,
waren diese schnellen" 1000 Schilling in
Arbeitswertscheinen für die Wörgler Wirtschaft so
wertvoll wie 5000 OriginalSchilling, die im gleichen
Zeitraum nur einmal kaufend in Aktion traten! Das
lästige Aufkleben der Wertausgleichsmarken
verführte die Bürger von Wörgl dazu, das
Notgeld immer gleich zum Einkaufen zu verwenden oder zur
Sparkasse zu bringen. Der störungsfreie und
kontinuierliche Umlauf der Arbeitswertscheine
ermöglichte es der Gemeinde Wörgl, mit der
lächerlich klein anmutenden Summe von 32.000 Schilling
im Laufe von nur dreizehn Monaten enorme Aufträge an
die heimische Wirtschaft zu vergeben und die
Arbeitslosigkeit sensationell um 25 % zu senken,
während sie im übrigen Lande (und in Europa) um
weitere 10 % stieg. Die Aufzählung dessen, was durch
die mutige und ungesetzliche (!) Eigenmächtigkeit des
Bürgermeisters geschaffen werden konnte, macht auch
heute noch sprachlos: Bau einer Skischanze (bauen Sie heute
mal eine Skischanze!) Asphaltierung mehrerer Straßen,
Bau einer Betonbrücke, Kanalisation des Gemeinde und
Schulhauses, Einrichtung einer weiteren Notstandsküche,
Umgestaltung eines Parks am Bahnhof, Modernisierung der
Straßenbeleuchtung usw. Wörgl verwandelte sich in
einem Meer der Verzweiflung zu einer Insel der Hoffnung in
Europa. Kein Wunder also, dass Journalisten,
Gewerkschaftler, Unternehmer, Professoren, und Minister aus
aller Welt nach Wörgl kamen, um durch eigene
Untersuchungen vor Ort eine Erklärung für dieses
Wunder oder doch wenigstens ein Haar in der Suppe zu finden.
Der Bürgermeister ging aber auch selbst über das
Land, um in Vorträgen vor Amtskollegen aus ganz
Österreich zu sprechen und trat damit eine Lawine los,
die bei der Nationalbank in Wien nun endgültig die
Alarmglocken schrillen ließ: 178 österreichische
Gemeinden fassten den Entschluss, dem Beispiel von
Wörgl zu folgen! Die Gemeinden Kirchbichl und
Kitzbühl hatten bereits eigene und ebenso erfolgreiche
Freigeldexperimente anlaufen lassen; in Brixen und
Westendorf warteten die nicht ganz so mutigen
Bürgermeister nur noch auf den Ausgang eines laufenden
Gerichtsverfahrens, das Michael Unterguggenberer trotz
seiner Gespräche mit dem Bundeskanzler in Wien und mit
der Tiroler Landesregierung nicht hatte abwenden
können. Es wäre damals natürlich ein Leichtes gewesen,
der Notlage gehorchend entsprechende Ausnahmeregeln
gesetzlich zu verankern. Das wäre der Durchbruch
gewesen und ohne jeden Zweifel eine Sternstunde in der
Geschichte der Menschheit. Aber die Österreichische
Nationalbank in Wien fand in der Tiroler Landesregierung
genug Dumme, die sich vor den Karren der Wiener
Privatbankiers (!) spannen ließen. Wörgl wurde
wider jede Vernunft und unter Androhung von Polizeigewalt
und gerichtlichen Konsequenzen gezwungen, das segensreich
zirkulierende Freigeld wieder einzusammeln und zum leicht
hortbaren Schilling zurückzukehren. Die Folgen
ließen natürlich nicht lange auf sich warten:
Arbeitslosigkeit und Not kehrten schlagartig in die Familien
zurück. So mächtig wie heute war also auch schon
damals das herrschende Kapital. Österreich verschlief
eine der größten Chancen des 20. Jahrhunderts und
bezahlte die von der Presse z.T. auch noch beklatschte
Dummheit schon wenige Jahre später mit dem
Anschluss" an Nazideutschland, mit Terror, Judenmord
und Krieg. Wer heute durch Wörgl schlendert und die
Leute fragt, ob ihnen der Name Michael Unterguggenberger
etwas sagt, wird selten fündig. Die Macht des
herrschenden Geldes verfolgt ihn - wie sein großes
Vorbild Silvio Gesell bis über den Tod hinaus durch
wohl kalkuliertes Verschweigen und verhindert so ein
allgegenwärtiges Andenken, das den Menschen in
Wörgl, in Österreich und in aller Welt Hoffnung
machen könnte und Verpflichtung sein würde. Es hat
aus diesen Kreisen heraus auch nicht an Versuchen gefehlt,
das Wunder von Wörgl nachträglich in einem etwas
kleineren Licht erscheinen zu lassen. So wird beispielsweise
behauptet, dass die vom Freigeld (frei, weil zinsbefreit)
erzeugte Hochkonjunktur früher oder später an ihre
Grenzen gestoßen und schließlich
zusammengebrochen wäre. Dem steht das bis heute
unwiderlegte Vermächtnis Silvio Gesells gegenüber
und die Aussage des amerikanischen Ökonomen Prof.
Irving Fisher, der seinen Assistenten extra nach Wörgl
geschickt hatte: Freigeld, richtig angewendet,
würde die Vereinigten Staaten in drei Wochen aus der
Krise herausbringen." Seine an Franklin Roosevelt gerichtete
Empfehlung wurde von diesem strikt abgelehnt, obwohl die USA
seinerzeit von schwerer Rezession und Massenarbeitslosigkeit
gebeutelt wurden und verzweifelt nach einem Ausweg aus der
Krise suchten. Doch Roosevelt, der als neugewählter
Präsident der USA gerade in den 33. Grad der
größten amerikanischen Freimaurerloge
aufgerückt war, fühlte sich dieser höheren
Macht verpflichtet und veranlasste, dass ein paar hundert
über das ganze Land verteilte Freigeldexperimente schon
im Keim erstickt wurden, obwohl (oder gerade weil!) sich die
ersten Erfolge dieser Versuche bereits abzuzeichnen
begannen. In Wörgl hatte Gesell mit Unterguggenberger seinen
Meister gefunden, dem es gegeben war, die
Funktionstauglichkeit der Natürlichen
Wirtschaftsordnung (NWO) erstmalig vor den Augen der ganzen
Welt selbst unter schwierigsten Umständen zu beweisen.
Erst die geballte Macht des tief erschrockenen
Großkapitals hat den Freiwirt Michael
Unterguggenberger gestoppt und diesen Pionier der
Freiwirtschaft um die zum Greifen nahen Früchte seines
Mutes gebracht. Möge uns schon bald sein ehrlicher
Blick von Banknoten und Briefmarken entgegenleuchten; er wie
kaum ein anderer hätte es verdient! Einer, der den Sprung auf eine Banknote seines Landes
längst geschafft hat, ist der österreichische
Finanzminister, Nationalökonom und Zinsforscher Prof.
Dr. Eugen von BöhmBawerk, der den Zins u.a. mit der
Differenz zwischen dem heutigen und späteren Wert der
Güter erklärte und verteidigte. Silvio Gesell hat
ihn zwar schon 1913 widerlegt (siehe Band 7 und 8 der
gesammelten Werke Gesells), aber mit seinem Hauptwerk
Geschichte und Kritik der KapitalzinsTheorien" war der
Zinsverharmloser und Zinsverherrlicher BöhmBawerk
längst zur uneinnehmbaren Festung der Kapitalisten
aller Länder (vereinigt euch) geworden. In der
Frankfurter Allgemeinen, dem kapitalsten aller deutschen
Blätter für das ungenierte Zinsnehmen, wurde vor
einiger Zeit in großen Anzeigen jener Zinseszinsler
gedacht, die das ominöse Werk von BöhmBawerk
bisher nur in der leinengebundenen Ausgabe in der
staubgeschützten Vitrine stehen hatten. All denen kann
jetzt aber geholfen werden, weil das für die
Rechtfertigung des Zinses offenbar immer noch unverzichtbare
Werk nun endlich auch in einer repräsentativen
schweinsledernen Luxusausgabe mit Goldschnitt, Schuber und
Echtheitszertifikat zu haben ist. Ich bin ja kein
Psychologe, leider; aber wenn ich einer wäre,
würde ich mir diese Schweinelederpracht wie das Pfeifen
im Walde erklären. Hat nicht auch die DDR zum 40.
Jahrestag ihrer Staatsgründung (und kurz vor ihrem
Untergang) noch einmal besonders tief empfundene Jubelfeiern
arrangiert und Briefmarken herausgegeben, die in ihrer
Prächtigkeit für die Ewigkeit gemacht zu sein
schienen? Zusammenfassung des 6. Kapitel . b) Das Experiment von Wörgl konnte gestartet und
durchgeführt werden, weil der Bürgermeister
Unterguggenberger zuvor Silvio Gesell gelesen hatte und
von der Wirksamkeit der NWO nicht nur selbst
überzeugt war, sondern auch andere davon
überzeugen konnte. Was für ein Vorbild! c) Ohne den Mut und die Risikobereitschaft des
Bürgermeisters Unterguggenberger hätte
das Wunder von Wörgl" nicht stattfinden
können. Normalerweise neigen Bürgermeister
dazu, sich vor dem Geßlerhut Dienst nach Vorschrift
zu verneigen. d) Obwohl die DDR ihren 40. Jahrestag besonders
feierlich und pompös zelebrierte, war sie schon kurz
darauf für immer von der Bildfläche
verschwunden. Daran denke, wer sich das Ende der
Zinswirtschaft nicht oder noch nicht vorzustellen
vermag! Zusammenfassung des 7. Kapitel . b) Die Ursache des Wachstumszwangs ist der Zins! c) Die Kumpanei der Medien mit den Finanzgewaltigen
vor und hinter den Kulissen ist für den Fortbestand
der Demokratie so riskant wie das Hirn von BSERindern in
der Bratwurst. d) Wenn vorhersehbar ist, dass ein ungeübter
Bergsteiger mit Sicherheit abstürzen wird, muss man
ihm regelrecht wünschen, dass der Absturz
möglichst früh erfolgt, jedenfalls bevor er
eine tödliche Fallhöhe erreicht hat. Noch
besser wäre freilich, man würde ihn daran
hindern, in die Schuldenwand zu steigen. e) Der Staat und die großen Städte wie z.B.
Berlin verhindern ihren Absturz in die totale
Zahlungsunfähigkeit durch den verhängnisvollen
Trick, den bevorstehenden Bankrott mit Hilfe von
Neuschulden" immer wieder hinauszuzögern. Da
sie dabei jedoch weiter an Höhe gewinnen und die
ganze Bevölkerung als Geisel mit am Seil hängen
haben, hätten Rettungsaktionen längst
eingeleitet werden müssen. Die absehbaren Aussichten
beschreibt Silvio Gesell wie folgt: Und das Ende
kann nur wieder Krieg sein!" f) Den Schulden des Staates, der Städte und der
Wirtschaft stehen Guthaben in exakt gleicher Höhe
(!) gegenüber, die den Gläubigern ohne Arbeit
unermessliche Zinseinkommen in die Tresore schaufeln. g) Da auch diese Zinsmilliarden immer gleich wieder
angelegt" werden müssen, werden in Ermangelung
einer ausreichenden Geldnachfrage seitens der Wirtschaft
ständig neue Geldgräber gesucht, in denen der
Staat das ihm aufgedrängte Geld der Zinserpresser
mehr oder weniger sinnvoll verbraten kann. So bleibt das
Geld teils in der Wirtschaft und außerdem
schön knapp und kann somit erneut (!) den
Knappheitspreis erzielen, d.h. den Zins in der
gewünschten Höhe hecken". Zusammenfassung des 8. Kapitel . b) Wess Brot ich ess, des Lied ich sing: EZBDirektor
Prof. Issing gab sich bei der Verteidigung und
Verharmlosung des Zinses große, doch vergebliche
Mühe: 17 Autoren der Freiwirtschaft zeigten ihm die
rote Karte. c) In zwei bis fünf Jahren könnte die
Arbeitslosigkeit für immer der Vergangenheit
angehören. d) Fernseh und Zeitungsredakteure dürfen nach
Herzenslust Skandale aufdecken und damit eine
vermeintliche Pressefreiheit vortäuschen. Sobald
aber das Tabuthema Zinswirtschaft auf der Tagesordnung
steht, beginnt das Schweigen der Lämmer." e) Während die Presse ganz allgemein dazu neigt,
noch den leisesten Pupser zu erschnüffeln,
überriecht" sie weisungsgemäß den
jährlichen Gestank der BilderbergKonferenzen. 1971
wurde Deutschland durch das Insiderwissen einiger
Teilnehmer der BilderbergKonferenz in Woodstock (USA) um
mehrere Milliarden DM geschröpft. Diese
Valutaschweine" wurden damals von der Deutschen
Bundesbank anstandslos bedient. Für die Verharmloser
der BilderbergKonferenzen ist das ein
unverbindlicher Gedankenaustausch"! f) Gibt es einen geheimen Staatsvertrag" von
1949, in dem festgelegt ist, dass die Siegermächte
des 2. Weltkrieges die Hoheit über die deutschen
Zeitungs und Rundfunkmedien bis zum Jahre 2099 (!) haben?
Die Dienstbeflissenheit, mit der deutsche Bundeskanzler
kurz vor und gleich nach ihrer Wahl in Washington
antreten" und die traurige Tatsache, dass uns noch
immer ein Friedensvertrag vorenthalten wird, lässt
das Schlimmste befürchten. g) Erfolg und hohes Ansehen eines Presseorgans haben
sich schon immer gut missbrauchen lassen. h) Wenn Leserbriefe nicht abgedruckt werden und Redakteure auf Protestschreiben und Denkschriften
nicht reagieren, bleibt uns noch immer die
sorgfältig inszenierte AboKündigung
Zusammenfassung des 9. Kapitel . b) Unvermehrbares Land sollte der Mensch nicht
besitzen, sondern nur nutzen wollen. Es sollte daher wie
Vogelgezwitscher, Blütenduft und Atemluft frei
verfügbar sein, aber niemals verkauft werden
können. c) Von Anfang an sind stichhaltige Argumente gegen die
Geld und Landreform Silvio Gesells gesucht, aber nie
gefunden worden. d) Unter den Gegnern dieser Reformbewegung ist es
deshalb zu einer Arbeitsteilung gekommen, die sich
bewährt" hat: Die einen halten eisern am
Totschweigen fest (Kapital, Presse, Politik), die andern
bedienen sich besonders niederträchtiger Methoden,
indem sie beispielsweise im Internet Silvio Gesell und
die Gesellianer verunglimpfen (linksradikale
Antifaschisten", orthodoxe Kommunisten). Zusammenfassung des 10. Kapitel . b) Der Mensch ist gut genug. Die Krone der
Schöpfung bedarf also keiner weiteren Zacken. Wenn
es etwas zu verbessern gilt, dann sind es die
Lebensbedingungen, unter denen ein Zehntel der Menschheit
zu leben und neunzig Prozent zu leiden haben. c) Unsere Ansprüche (Nahrung, Mobilität,
Urlaub etc.) sind noch immer im Steigen begriffen, obwohl
sie aus Gründen der Solidarität mit den
Ärmsten der Welt und im Hinblick auf die Umwelt zu
einem moderaten Sinkflug ansetzen müssten. d) So lange die Medien als Steigbügelhalter des
Kapitals in Erscheinung treten, indem sie die NWO durch
das bewährte" Mittel des Totschweigens
unterdrücken, kommen wir keinen Schritt voran. Hier
- und nirgendwo sonst ist der Hebel anzusetzen! e) Wo heute noch die fehlende Altersabsicherung durch
Kinderreichtum ersetzt werden muss, wird der durch die
NWO ausgelöste allgemeine Wohlstand voraussichtlich
im Laufe nur einer Generation die Übervölkerung
gewaltfrei, also human, beenden. Zusammenfassung des 11. Kapitel . b) Die Angst, eine Möglichkeit zum schnellen
Reichtum verpassen zu können, treibt auch Rentner,
Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger in die
Vortragssäle der Abzocker und Scharlatane. Sie
blättern _ 350 für eine Eintrittskarte hin, um
nach der Vorstellung festzustellen, dass sie auf eine
besonders unterhaltsame Weise verarscht worden sind. c) Der Mangel an Mut in der Bevölkerung ist die
Voraussetzung für den Ausbeutungserfolg der
Zinseszinsler. Also kann es kaum eine sinnvollere Aufgabe
geben, als das Mutigwerden zu erlernen und das Mutigsein
bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu üben. d) Die Kirche gehört als Gralshüter der
Moral und der sozialen Gerechtigkeit auf den
Prüfstand. Helfen wir ihr, den unübersehbaren
Nachholbedarf beim Mutigsein (gegenüber dem
Großkapital und den Medien) zu erkennen. Einen
praktikablen Einstieg in diese Hilfestellung könnte
die ApfelBriefAktion Kirche" sein. e) Die Sehnsucht nach einem Leben in Würde und
Gerechtigkeit für alle wird ohne eine Land und
Geldreform nur ein frommer Wunsch bleiben. f) Überall klagen uns ungenutzte
Möglichkeiten an, die NWO und Silvio Gesell ins
Gespräch zu bringen. Sorgen wir dafür, dass am
Ende ein ehrenvoller Freispruch steht! g) Viele Mitglieder der Umweltverbände BUND und
NABU (zusammen etwa 500 000 Mitglieder) sehen inzwischen
ein, dass ein unaufhörliches Wirtschaftswachstum und
der Wachstumszwang für Mensch und Natur nur in einer
Katastrophe enden kann. Aus noch nicht ganz
geklärten Gründen werden die Ursachen dieser
katastrophalen Entwicklung von den Vorständen und
den Mitgliedszeitschriften der Naturschutzverbände
jedoch tabuisiert. Mit einer ganz speziellen ApfelBrief
und InternetAktion werden wir auch dieses Problems zu
lösen versuchen. h) Auch die Träger roter Roben haben allen
Anlass, über die Schamröte nachzudenken. Zusammenfassung des 12. Kapitel . b) Das Geld gehöre - wie die Autobahn - dem
Staat, der es der ganzen Bevölkerung zinslos (doch
keineswegs völlig kostenlos) zur Verfügung zu
stellen hat. c) Statt dessen das Geld den Geschäftsbanken
gegen Zinsen zu verkaufen" und diesen zu erlauben,
das von vornherein als Schuldgeld auftretende Geld der
Wirtschaft und der Bevölkerung gegen möglichst
hohe Zinsen zur Verfügung zu stellen, ist in
Anbetracht der bekannten Folgen volkswirtschaftlicher
Unsinn. d) Eine Währung hat zu währen. Bei
unveränderlicher Kaufkraft lohnt sich das Sparen -
auch ohne Zinsgeschenke. Die Zinsgeilheit der
Bevölkerung ist eine Folge der von der Bundesbank
veranlassten allmählichen Geldentwertung. Also
versuchen alle, den Wertverlust der Spareinlagen durch
möglichst hohe Zinsen oder Renditen zu
kompensieren. Für Länder wie Indien wird es eng. Der
Katastrophenfall muss dort nicht mehr an die Tür
klopfen, der ist bereits eingetreten. Dieser
Hausfriedensbruch" lässt sich weder moralisch
noch militärisch lösen. Mit der NWO ließe
sich der ungebetene Gast ein für alle mal
vertreiben. Mit der NWO wäre das
übervölkerte Indien noch zu retten. Noch! Zusammenfassung des 13. Kapitel . b) Die japanische Wirtschaft pfeift selbst bei einem
Zins um Null % noch aus dem letzten Loch, weil sie den
Konsumenten und Spekulanten das Schlupfloch der
Geldzurückhaltung offen lässt. Anstatt nun
dieses Geld mit einer Umlaufgebühr schnell wieder in
den Wirtschaftskreislauf zu zwingen, raten japanische
Wirtschaftswissenschaftler ihrer Regierung statt dessen
Weltbankkredite aufzunehmen, die das Land
unnötigerweise über den Zins noch weiter
ausplündern wird und nur die Zinsschmarotzer jubeln
lassen. c) Nach Ansicht von Prof. Dr. Felix Binn gleicht die
Wirtschaftswissenschaft einem Wagen, der mit dreieckigen
Rädern ausgerüstet wurde. Das japanische
Beispiel zeigt, dass sich daran bis heute nicht allzu
viel geändert hat. d) Zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, Armut,
Hunger und Kältetod sind Vorstufen für
Fanatismus, Terror und Krieg. Wer diesen Teufelskreis
durchbrechen will, kommt an der sozialen Gerechtigkeit
für alle nicht vorbei. In dieser Situation den
Amerikanern Geld und deutsche Soldaten anzubieten, kommt
einer Einladung an Terroristen gleich, sich hier bei uns
in Deutschland nach geeigneten Möglichkeiten des
Aktivwerdens umzusehen. Italien hat sich bei den Zinskassierern so hoch
verschuldet, dass die gesamten Einnahmen aus dem
gewaltigen Tourismusgeschäft für die
Kapitalbedienung (Zinsen!) verschwen det werden
müssen aber schon bald nicht mehr reichen werden,
weil sich die Schuldenspirale systembedingt
unaufhörlich weiterdreht. Zusammenfassung des 14. Kapitel . b) Der schwedische Sozialreformer und Steuerexperte
Karl Gustafson hatte als Erster die geniale Idee, die
Erdumdrehung in den Dienst der Steuergerechtigkeit zu
stellen. Darauf muss auch erst mal einer kommen! c) Die Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) nutzt
ganz einfach" den unbestechlichen 24-Stundentakt
der Erdrotation. Dagegen sind auch ausgefuchste
Steuerhinterzieher machtlos, es sei denn, es gelänge
ihnen, die Rotationsgeschwindigkeit der Erde ganz nach
Bedarf und Belieben entweder zu beschleunigen oder zu
verlangsamen. d) Die ZfÖ trägt dem Umstand Rechnung, dass
alle Menschen nur ein Leben haben. Dass die Menschen
unterschiedlich hohe Einkommen beziehen, wird vom Urheber
der ZfÖ akzeptiert, nicht aber die Ungerechtigkeit, dass die
Menschen kleiner und mittlerer Einkommen einen wesentlich
größeren Abschnitt ihrer Arbeitszeit der
Steuer zu opfern haben als die Bezieher großer
Einkommen. Das war bisher völlig übersehen
worden. e) Indem also alle eine gleichlange Zeit ihrer
täglichen Arbeitszeit der Steuer opfern,
fließen dem Staat Milliardenbeträge zu, die
bisher legal oder illegal zurückgehalten werden
konnten. Damit ist es dann vorbei. f) Steuern, die nicht länger hinterzogen werden
können, führen entweder zu einer spürbaren
Steuerentlastung für alle am Wirtschaftsleben
Beteiligten, oder der Staat verwendet sie zunächst
zum Abbau seiner Schulden. Mehr noch: Der Staat muss dann
auch keine neuen Schulden mehr aufnehmen und gewinnt
(schon im Vorfeld der NWO-Einführung!) einen Teil
seiner längst verlorengegangenen
Handlungsfähigkeit zurück. g) Die ZfÖ fördert das Unternehmertum und
kurbelt auch dadurch die Wirtschaft an. Die heutige
Situation des Zuviel an Arbeitslosen" und des
Zuwenig an Arbeitgebern" wird durch die ZfÖ
buchstäblich auf den Kopf gestellt. Die Natürliche Wirtschaftsordnung (NWO) und die
Zeitfaktor-Ökonomie (ZfÖ) werden sich
voraussichtlich in idealer Weise ergänzen, zumal die
NWO-Bewegung beim Thema Steuergerechtigkeit bisher noch
nicht überzeugen konnte, während der ZfÖ
die Gesell'sche Umlaufsicherung des Geldes fehlte.
Zusammenfassung des 15. Kapitel . b) In den Kolonien Neu Englands herrschte im Vergleich
zum Mutterland England ein unvergleichlicher Wohlstand,
weil sich die Kolonialverwaltung ihr eigenes Geld druckte
und diese Colonial Scrip" der ganzen
Bevölkerung zinslos zur Verfügung stellte. c) Mit dem Verbot des Colonial Scrip zwang das von
Bankiers schlecht beratene englische Parlament den
Amerikanern das englische Münzsystem auf. Um hohe
Zinsen erpressen zu können, wurden die Gold- und
Silbermünzen von vornherein in viel zu geringer
Stückzahl (- 50%) auf den Markt gebracht. Innerhalb
nur eines Jahres verwandelte sich der Wohlstand in
Hunger, Elend, Aufruhr und Krieg. d) Darum sollten Geschichtslehrer, Historiker und
Lexikonverlage nicht länger die vom Bankensystem
lancierte Behauptung verbreiten, der Amerikanische
Unabhängigkeitskrieg sei die Folge einer
empörenden Teesteuer gewesen. Diese brachte
lediglich das Fass der vom Zins geknebelten und
geplünderten Bevölkerung endgültig zum
Überlaufen. e) Mit der Einführung eines projektgebundenen
Inselgeldes, das sich die Verwaltung der Insel Guernsey
sozusagen selbst (und selbstverständlich zinslos)
zur Verfügung stellte, entstand aus bitterster Not
durch Vollbeschäftigung ein nie zuvor gekannter
Wohlstand. f) Das Mirakel von Guernsey wurde durch zwei Londoner
Banken beendet, die - wie 50 Jahre zuvor in Neu England -
die nichts Böses ahnende Bevölkerung von
Guernsey innerhalb weniger Jahre vom allgemeinen
Wohlstand zurück in die Zinsknechtschaft
führten. Das Mirakel von Guernsey ist erst vor einigen Jahren
wiederentdeckt worden. Es kommt daher in den
Lehrplänen professoraler Wirtschaftswissenschaftler
noch nicht vor. Selbst in der NWO-Bewegung ist dieses
sensationelle Freigeldexperiment bisher unbekannt
gewesen. Ich selbst verdanke diese Informationen der
Freiwirtin Asa Brandberg aus Stockholm, die ihrerseits
auf dänische und englische Quellen
zurückgreifen konnte. Zusammenfassung des 16. Kapitel . d. h. er führt uns zunächst zur Ausgangslage
zurück, wendet und entwickelt sich dann vom
schnurgeraden Graben zum mäandrierenden Bach! Die
Arbeit an der NWO ist also eine Augenweide" und
damit auch Ausdruck der Lebenskunst. b) Die Zeit ist das wertvollste Rohmaterial des
Menschen. Sorgen wir also dafür, dass wir
künftig für die NWO auch die entsprechende Zeit
aufbringen können. c) Lebenskunst ist Pflicht" (J. Hirt). Erfolge
werden verursacht, Misserfolge natürlich auch. d) Unverbindliche Worthülsen wie z.B. man
sollte und man müsste" sind durch ein verbindliches
ich werde" zu ersetzen. e) Marxisten haben erkannt, dass die Gesell'sche
Kapitalismuskritik der von Marx weit überlegen ist.
Da sie dennoch am Marxismus festhalten wollen, wird die
Freiwirtschaft mit stalinistischen Methoden
(Kontaktkettenmethode) bekämpft, vor allem im
Internet. f) Linksradikale Antifaschisten" konstruieren
mit Hilfe der Kontaktkettenmethode eine angebliche
Vorreiterrolle Silvio Gesells für den Antisemitismus
in Deutschland. In Wahrheit war es genau umgekehrt:
Gesell war der erste Ökonom der die Juden
ausdrücklich in Schutz nahm. g) Die ungenutzten Möglichkeiten der
Freiwirtschaft sind mit Arbeit verbunden. Daher geht von
den brachliegenden Möglichkeiten traditionell eine
abschreckende Wirkung aus. h) Das noch ganz junge Autorenrecht, unter gewissen
Umständen von einem Teil der eigenen Leserschaft
verschont zu bleiben, trennt (so hoffte ich in der 4.
Auflage dieses Buches) die Spreu vom Weizen. Diese
gewagte Annahme hat sich als zureffend und überaus
fruchtbar erwiesen! i) Bei den Apfel-Brief-Aktionen muss allerdings vor zu
hohen Erwartungen gewarnt werden, denn in den Griesbrei
des Lebens wurden nur wenige Rosinen gerührt. Aber
die reichen allemal, wie uns damals ja auch ein
Gorbatschow gereicht hat; es mussten also nicht erst
hundert Gorbatschows vom Himmel fallen! j) Mit reichlich Kacke am Bein wird das bisschen Dreck
am Stecken als gar nicht mehr so störend
empfunden. k) Spitzenpolitiker der großen Parteien lassen
ihren Sprüchen zur Überwindung der
Arbeitslosigkeit nicht nur keine Taten folgen, sie
verschweigen ihren Wählern auch den von Gesell
gefundenen Weg zur Vollbeschäftigung. l) Querverbindungsbriefe" retten die
Apfel-Briefe vor dem Abtauchen im Papierkorb. Dem
wirkungsvollen Einsatz dieser Briefart sind kaum Grenzen
gesetzt. m) Am 1. Juni 2001 wurde Silvio Gesell posthum
für den Nobelpreis vorgeschlagen. Die
Vorschlagsbegründung konnte über das Internet
in acht Sprachen verbreitet werden. Im Rahmen der
speziellen Apfel-Brief-Aktion Nobelpreis für
Silvio Gesell" wurden in Deutschland zusätzlich 1200
Presse-, Rundfunk- und Fernsehredaktionen sowie 25
weltweit operierende Presseagenturen informiert. n) Die Redaktionen der kapitalgelenkten Medien und
Presseorgane sind angehalten, die NWO und damit
zusammenhängende Aktionen zu verschweigen oder ins
Lächerliche zu ziehen. Im Hinblick auf die ca. 20
Millionen Arbeitslosen allein in Europa sollte das nicht
länger hingenommen werden. Ein bewährtes
Gegenmittel sind Abo-Kündigungen von Zeitungen und
Zeitschriften. Diese werden zunächst nur
angekündigt und dann so spektakulär wie
möglich vollzogen (siehe Offener Brief an
SPIEGEL-Herausgeber Rudolf Augstein im folgenden
Kapitel).
Zusammenfassung des 17. Kapitel . b) Thomas Jefferson, 3. Präsident der USA,
erkannte bereits die Notwendigkeit, den Privatbanken das
Recht auf die Geldschöpfung zu entziehen. c) Doch erst Abraham Lincoln, 16. Präsident der
USA, finanzierte den Amerikanischen Bürgerkrieg mit
greenbacks", die er an den Banken vorbei drucken
ließ und zinslos in Umlauf brachte. Seine Gegner
ließen Lincoln ermorden und brachten damit die von
ihm auf den Weg gebrachte Geldreform zu Fall. d) John F. Kennedy, 35. Präsident der USA,
ließ sich - trotz der Warnungen seines Vaters
Joseph Kennedy - nicht davon abbringen, das Recht auf
Geldschöpfung in die Zuständigkeit des Staates
zurückzuholen. Ein Attentat beendete auch diese -
bereits eingeleitete - Geldreform. e) Seit dieser Zeit (1963) hat es kein
amerikanischer Präsident mehr gewagt, das herrschende Geld durch
ein dienendes Geld zu ersetzen. Eine Medienmafia sorgt
seit dem dafür, dass jede Erinnerung an den
Geldreformversuch Präsident Kennedys schon im Keim
erstickt wird. f) Extrem unwahrscheinliche Gemeinsamkeiten und
symbolträchtige Begleitumstände der Morde an
den beiden amerikanischen Präsidenten Abraham
Lincoln und John F. Kennedy geben eine kleine Vorstellung
von der Macht des Geldes. Rudolf Augstein, Herausgeber des Nachrichtenmagazins
DER SPIEGEL, hat sich bisher noch nicht zu der Frage
geäußert, welche Mächte ihn dazu zwingen,
z.B. die Bilderberg-Konferenzen auch weiterhin der
SPIEGEL-Leserschaft gehorsamst zu verschweigen. Eine Schlussbetrachtung Die Illusion des unmöglichen" Dreiecks ist das
Resultat einer optischen Täuschung. Das
verblüffende Sichterlebnis kann allerdings nur
innerhalb eines äußerst schmalen Winkels geboten
werden. Weil die Besucher des Museums für optische
Täuschung in Dinkelsbühl diesen extrem schmalen
Beobachtungswinkel aber selbst gar nicht finden würden,
hat die Museumsleitung etwas nachgeholfen und ein kleines
Loch durch eine Mauer bohren lassen. Und tatsächlich:
Beim Blick durch das genau platzierte Loch verwandelt sich
die Eisenkonstruktion auf dem Rasen des Museums in ein
magisches Dreieck. Ich habe es selbst ausprobiert und
fotografiert: Die Illusion ist nicht nur in Wirklichkeit,
sondern auch auf dem Foto absolut perfekt! Aber: nur ein winziger Schritt zur Seite - und schon ist
der ganze Spuk vorbei; siehe Foto! Die Gegenüberstellung dieser beiden Fotos (erst
natürlich nur das verblüffende, dann
überraschend das entlarvende) lässt in meinem
Dia-Vortrag über Silvio Gesell ein hörbares Raunen
durch den Saal gehen (Aha-Effekt) und löst so ganz
nebenbei auch noch das Problem, vor der Gefahr zu warnen,
von Politik und Medien in ähnlicher Weise oder sogar
noch etwas raffinierter getäuscht zu werden. Die
meisten Besucher/innen sind allerdings der Meinung,
über genügend Erfahrung und Intelligenz zu
verfügen, um auf so etwas" doch nicht
hereinzufallen. Sie übersehen dabei aber, dass es im
wirklichen Leben viel heimtückischer zugeht und das in
der Regel auch ohne Vorwarnung! Oder warnt etwa DER SPIEGEL
seine Leserschaft vor dem drohenden Verschweigen einer
bevorstehenden Bilderberg-Konferenz?! Während in Dinkelsbühl nur das kleine Guckloch
mit seinem Blickwinkel von etwa einem Grad die perfekte
Illusion eines magischen Dreiecks zu bieten vermag, zeigen
uns die restlichen 359 Grad im Garten des Museums nur eine
ganz unverdächtige Eisenkonstruktion. Die gelenkten
Medien drehen den Spieß von Dinkelsbühl"
dagegen einfach um: Sie machen es also genau umgekehrt und
stellen die Situation sozusagen auf den Kopf! So wird uns
beispielsweise in einem 359-Grad-Panorama die Illusion
suggeriert, es sei nicht nur wünschenswert und
zulässig, sondern auch möglich (!) und vor allem
notwendig, die Wirtschaft unaufhörlich wachsen zu
lassen. Weil aber die mit dem exponentiellen Wachstum
verbundenen verheerenden Folgen durch ein kleines Loch in
der Mauer des Totschweigens immer noch anvisiert und als
tödliche Gefahr erkannt werden können, wurde das
Loch mit freundlicher Unterstützung der
Wirtschaftswissenschaft ganz unauffällig mit einem
zähen Lügenkleister zugeschmiert. In diesem
Panorama der Wachstumsillusionen darf es natürlich
keine Studenten geben, die ihren Professor vielleicht doch
einmal fragen könnten, seit wann denn ein Kreis nur
noch aus 359 Grad bestehe und wo denn eigentlich der
fehlende 1-Grad-Sektor abgeblieben sei! Da wir kaum damit
rechnen können, dass unsere Studenten (die schon bald
in Führungspositionen des Staates aufrücken
werden!) noch rechtzeitig dieser graduellen
Unterschlagung" eines Winkels auf die Schliche kommen, habe
ich mit dem vorliegenden Buch etwas nachgeholfen und das mit
Lügen zugeschmierte Loch wieder freigelegt.
Durchschauen muss natürlich jeder selbst, das kann ich
stellvertretend für andere nicht auch noch
übernehmen. Ob nun aber alle, die es bitter nötig
hätten, einen Blick durch dieses Loch zu riskieren, das
auch tun werden - freiwillig versteht sich, oder ob sie von
uns am Kragen zu packen sind und mit Gewalt vor das Loch
gezerrt werden sollten, das ist die Frage. Und was ist die
Antwort? Die gebe sich am besten jeder selbst und leite sie
vorschlagsweise ein mit den alles entscheidenden Worten:
Ich werde..........!"
TOP
Leseprobe aus "WER HAT ANGST
VOR SILVIO GESELL?"
und das Kapitel
über Wörgel
komplett
a) Das Geld ist eine der bedeutendsten
Erfindungen der Menschheit.
a) 10 % der Bevölkerung verfügen
inzwischen über die Hälfte aller
Geldvermögen. Die restlichen" 90 % müssen
sich die andere Hälfte teilen. Dieser Trend
hält an, und das bedeutet: Wenn diesem Wahnsinn
nicht bald ein Ende bereitet wird, werden die
Superreichen eines Tages 60, 70 oder sogar 80 % des
Geldes für sich allein beanspruchen.
a) Silvio Gesell erkannte als Erster die
verhängnisvollen Auswirkungen und Nachteile einer an
das Gold gebundenen Währung. Doch seine Erkenntnisse
und Warnungen stießen in der Fachwelt auf taube
Ohren. Nach seinem Tode wurden einige seiner Forderungen
ohne Nennung der geistigen Urheberschaft realisiert.
a) Die Deutsche Bahn AG erhebt
grundsätzlich Standgeld" und erreicht damit,
dass ausgeliehene Waggons schnellstmöglich
zurückgegeben werden und dadurch anderen
Verkehrsteilnehmern bei Bedarf sofort wieder zur
Verfügung stehen.
a) Über 90 % der Bevölkerung werden
Nutznießer der NWO sein. Weltweit sind es sogar
98-99 %!
a) Obwohl sich der große Erfinder Edison
eine drahtlose Telegraphie nicht vorstellen konnte,
feierte diese Technik schon kurz darauf Triumphe.
a) Das von Politik und Wirtschaft angestrebte
ständige Wirtschaftswachstum ist im Hinblick auf das
dicke Ende hochgradig kriminell und aus
freiwirtschaftlicher Sicht so überflüssig und
vermeidbar wie ein von Zahnstein verursachter Mundgeruch.
a) Sowohl der Wachstumszwang, der die Umwelt
ruiniert, als auch die Umverteilung des Geldes von den
Arbeitenden zu den Geldbesitzenden, die den sozialen
Frieden zerstört, sind ganz normale, d.h.
systembedingte Begleiterscheinungen der kapitalistischen
Zinswirtschaft.
a) Wer den dauerhaften Frieden fordert - wie
z.B. die Kirchen, darf das
Übervölkerungsproblem der Erde, d.h. die
Tragfähigkeit des nutzbaren Ackerbodens sowie die
Verfügbarkeit von Trinkwasser nicht länger
ignorieren.
a) Auch Einwanderungspolitik ist
marktwirtschaftlichen Gesetzen unterworfen: Reich
schlägt arm, jung schlägt alt und gesund
schlägt krank. Anstatt den Zuzug zu begrenzen,
sollte er an seiner Quelle durch Wohlstand (allgemeine
Zufriedenheit) überflüssig gemacht werden. Mein
Gott, wir Deutschen wandern doch auch nicht nach Afrika
aus!
a) Reiche werden systembedingt immer reicher und
nicht etwa auf Grund einer speziellen Begabung oder
Tüchtigkeit. Aus dem gleichen Grunde werden Arme
immer ärmer (und zahlreicher!) und dies in der Regel
nicht durch eigenes Versagen oder Verschulden. Die Kluft
zwischen arm und reich wird somit zwangsläufig d.h.
systembedingt immer größer.
a) Wie eine wunderschöne neue Melodie, die
gleich nach Bekanntwerden der ganzen Welt gehört,
wird sich die NWO nicht auf ein Land beschränken
lassen. Darum reicht es, wenn ein Land mit gutem Beispiel
erfolgreich vorangeht.
a) Der Mensch ist gut genug. Nicht ihm
müssen die faulen Zähne gezogen werden, sondern
der Zinswirtschaft, die uns von Etikettenschwindlern noch
immer als soziale" Marktwirtschaft verkauft wird.
a) Das Ei des Columbus" müsste
eigentlich das Ei des Brunelleschi" heißen.
Columbus wusste jedoch den Umstand zu nutzen, dass die
Kenntnis von der originellen Eierprobe" des
berühmten Architekten am spanischen Königshof
noch nicht angekommen war.
a) Eine Kettenreaktion lässt sich auch mit
einfachen Mitteln auslösen (Telefonanruf). Darum sei
uns keine Erfolgsaussicht zu klein. Das allmähliche
Wachsen der Bedeutung einer uns zunächst noch gering
erscheinenden Maßnahme, ist der Lohn für den
ersten Schritt, und auf den kommt es bekanntlich an.
a) Der erfolgversprechendste Weg zum Ziel ist
krumm",
a) Auch erfolgreiche Geldreformen scheitern,
sobald die Menschen aufhören, das Erreichte zu
schätzen und zu schützen, wie z.B. in Guernsey.

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