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aus: www.killerzins.de |
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Geld - Der Systemfehler des Kapitalismus "Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten!" - so locken die Banken deine hart erarbeiteten Moneten in ihren Tempel. Wenn du zu denen gehörst, die Geld niemals arbeiten sahen, könnte dieser Text für dich interessant sein. Wenn du Geld schonmal hast arbeiten sehen: Uns würde ein Foto davon interessieren... Geld: Der heilige Mammon, dem wir alle hinterher rennen. Wir gehen "Geld verdienen" und nicht etwa "Urlaub verdienen" oder "Essen verdienen". Geld muß es schon sein. Aber unser Geld bringt ein "klitzekleines" Problem mit sich. Ein unscheinbares Problem, was immer größer wird, was aber oft übersehen wird: Der Zins. Jeder von uns kennt die Freude, die um sich greift, wenn man sich vorstellt, man sei Millionär. 1.000.000 Euro auf dem Konto und läppische 5% Zinsen (bei Millionären sind die Banken weit weniger geizig als beim Kleinsparer!): Also "verdient" man ohne einen Finger krumm zu machen 50.000 Euro im Jahr. Soviel kriegen die wenigsten Menschen mit harter Arbeit! Doch stellt sich die Frage: Woher kommen die Zinsen? Geld arbeitet nicht wirklich selbst, jemand borgt es sich und zahlt Zinsen. Die 50.000 die wir als Millionäre also kriegen würden, muß jemand anders bezahlen. Woher nimmt er diese Zinsen? Er kauft mit unserer Million Maschinen, bezahlt Leute und schlägt unsere Zinsen auf die Preise für die Produkte drauf, die er verkauft. Also: Nicht unser Geld erarbeitet mehr Geld, sondern die Menschen, die die Produkte kaufen bezahlen von ihrem Arbeitslohn unsere Zinsen. Obwohl sie also nicht einmal Schulden haben müssen, bezahlen sie die Zinsen der Millionäre. Und die Leute, die sich die Million geborgt haben, treten indirekt als Zinseintreiber auf. Ein
Beispiel: Die Deutsche Telekom zahlt 7,5% Zinsen auf ihre 64
Mrd. Euro Schulden. Das berichtet der Mitteldeutsche
Rundfunk (MDR).
Leider hören die MDR-Leute dann auf mit rechnen, also
machen wir hier mal ihren Job. Nun kommt das Problem dazu, daß die Telekom ja selbst auch wieder Produkte kauft, in denen Zinsen enthalten sind. Wenn die Telekom sich von einer Elektronik-Firma ihre Vermittlungsanlagen kauft, so sind auch darin Zinsen enthalten. Die tauchen aber nicht in der obigen Rechnung auf, kommen also noch hinzu. Und da auch diese Zulieferer wieder Zulieferer haben, kann sich das ganz schön zusammenläppern. Doch selbst dann sind wir noch nicht fertig! Denn auch der deutsche Staat zahlt Zinsen, inzwischen etwa 20 Prozent seiner sämtlichen Einnahmen! Einnahmen hat der Staat vor allem über Steuern. Und Steuern sind auch in der Rechnung der Telekom enthalten. Da ist die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer), die in jeder Rechnung ausgewiesen ist, aber unsichtbar sind z.B. die Lohnsteuern, die die Angestellten der Telekom an den Staat entrichten müssen. Diese Lohnsteuern müssen ja aber auch von der Telekom erarbeitet werden, also sind sie ebenfalls in den Preisen versteckt. Und in allen diesen Steuern sind wiederrum ca. 20% Zinsen enthalten. Wenn du also Kunde bei der Telekom bist, zahlst du eine ganz ansehnliche Menge an Zinsen - auch wenn du gar keine Schulden hast. Und auf der Rechnung der Telekom steht leider nicht "Warnung: Diese Rechnung enthält soundsoviel Prozent Zinsen". Nun
könnte man meinen, die Telekom sein ein Ausnahmefall
und vielleicht bist du ja auch gar kein Kunde der Deutschen
Telekom. Doch leider ist die ganze deutsche Wirtschaft mit
über 3
Billionen Euro verschuldet.
Entsprechend werden die Zinsen für diese Schulden auf
die Preise umgelegt. Wir alle zahlen die Schulden, die die
Unternehmen haben und die Zinsen, die sie darauf zahlen
müssen. Wie viel Geld müssen wir also besitzen, um kein Zins-Verlierer zu sein? Dazu müssen wir erstmal wissen, wie viele Zinsen tatsächlich in den Preisen stecken. Helmut Creutz hat sich hierzu Gedanken gemacht und kommt auf einen durchschnittlichen Zinsanteil von 30%-40%. UNGLAUBLICH? Ein weiteres Beispiel soll zeigen, daß diese Zahlen durchaus real sind. Nehmen wir uns die Miete vor. Jemand kauft eine Wohnung um sie zu vermieten. Im Internet gibt es viele Immobilienbörsen, du kannst dir also bei Gelegenheit ein Bild machen, was Wohnungen so kosten. Wir rechnen hier einfach mal mit 150.000 Euro. Wenn jemand soviel Geld übrig hat, so hat er 2 Möglichkeiten: Entweder bringt er es zur Bank und kassiert Zinsen oder er kauft dafür etwas, was ihm Gewinn abwirft. Aber er wäre dumm, wenn das, was er kauft, nicht mindestens ebenso viel abwirft, wie die risikoarme Geldanlage auf der Bank. Wenn er also auf der Bank 5% Zinsen erhalten würde, so muß seine Investition ebenso mindestens 5% abwerfen - als Zinsersatz sozusagen. Wenn du
also 150.000 Euro übrig hättest und dafür
eine Wohnung zum Vermieten kaufen willst, so muß diese
Miete für deine Investition mindestens 5% Zinsen
abwerfen - sonst hast du das mit dem Kapitalismus noch nicht
richtig verstanden. 5% auf 150.000 Euro sind 7.500 Euro - im
Jahr versteht sich. Diese Geld kommt natürlich vom
Mieter, der über die Miete diesen Zins bezahlt. Mieten
werden meist monatlich bezahlt, also teilen wir die 7.500
Euro durch 12 Monate und kommen auf 625 Euro pro
Monat. ZINSKOSTEN. Natürlich bekommt man für
150.000 Euro eine recht schicke und große Wohnung und
die kostet bestimmt mehr als 625 Euro Miete, aber selbst
wenn sie "nur" 800 Euro kostet, so entsprechen die 625 Euro
einem Zinsanteil von fast 80%! Das "klitzekleine Problem" genannt Zins, entwickelt sich also zu einem recht großen Problem, wenn man sich die Sache mal genauer anschaut. Es sorgt dafür, daß all jene indirekt über die Preise für Produkte oder Dienstleistungen (die Miete einer Wohnung ist in dem Fall eher eine Dienstleistung) mehr bezahlen, als sie bekommen, wenn sie nicht einige hunderttausend Euro zinsbringend angelegt haben - sei es auf der Bank oder als "Investition". Über 80% der Deutschen dürften somit Zinsverlierer sein. Hast du gedacht, die Geschichte ist damit zuende? Denk nochmal! Es ist also so, daß die meisten Menschen viel mehr Zinsen zahlen, als sie bekommen - auch wenn sie gar keine Schulden haben. Wie sagt man so schön: "Geld ist doch nie weg, es hat nur jemand anders". Wenn die einen zuviel zahlen, müssen die anderen zuviel kriegen. Wer kriegt also die ganzen Zinsen, die der Großteil der Bevölkerung zahlt? Natürlich der andere Teil der Bevölkerung, der kleinere. Die Leute, die schon genug haben. Denn nur WEIL sie genug haben kriegen sie eben mehr Zinsen als die, die nicht genug haben. Oder kurz zusammengefaßt: Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer. Daß wir alle ärmer werden sehen wir z.B. daran, daß der Staat die Ausgaben für die Bildung kürzt oder die Arbeitslosenhilfe oder die Gesundheitsvorsorge. Der Staat - das sind wir alle, denn es sind unsere Steuern. Und da der Staat inzwischen 20% seiner Einnahmen gleich wieder für Zinsen ausgibt (wohlgemerkt: Direkte Zinsen! Die indirekten, die er selbst über die Preise mitbezahlt von dem, was er von Firmen einkauft, sind da noch gar nicht mitgerechnet!) - also da der Staat so viel für Zinsen an die ausgibt, die schon genug haben, muß also weniger für die bleiben, die es gebrauchen könnten. Und die, die schon genug haben, investieren ihr neues Geld natürlich wieder. Sie bringen es zur Bank oder sie stecken es in die Wirtschaft - wo es aber, wie am Beispiel der Wohnung gezeigt, mindestens soviel abwerfen muß wie auf der Bank. Und das Geld, was sie dann als Zinsen kriegen, stecken sie wieder in die Wirtschaft oder bringen es zur Bank und so weiter und so fort. Sie werden also reicher und reicher und ihr Reichtum wächst exponentiell. Es gibt
mehrere Arten von Wachstum. Das menschliche Gehirn meint
meistens lineares Wachstum, wenn es von Wachstum redet und
das sieht ungefähr so aus, daß man jedes mal die
gleiche Summe dazubekommt, also z.B. jedes Jahr 50.000 Euro.
Aber durch den Zinseszins, den man dadurch bekommt,
daß man die erhaltenen Zinsen wieder investiert und
somit Zinsen auf Zinsen erhält, wächst der
Reichtum exponentiell. Wenn wir also Millionär
wären, würden wir im ersten Jahr 5% auf eine
Million, also 50.000 Euro erhalten, im Jahr darauf erhalten
wir aber 5% auf 1.050.000 Euro, also 52.500 Euro. Im Dritten
Jahr erhalten wir also 5% auf 1.102.500 Euro, also schon
55.125 Euro. Und so geht das weiter, wobei die Zinsen nicht
konstant bleiben, sondern immer mehr werden. Und je mehr es
werden, umso mehr werden sie. Exponentielles Wachstum eben.
Es beschleunigt sich immer mehr, je weiter es
fortgeschritten ist. Geld wandert Dank Zins und Zinseszins also immer dahin, wo schon genug davon rumliegt. Und es wird immer stärker von denen genommen, die schon sehr wenig haben. Wundert es uns da noch, daß es auf der einen Seite trotz "Wirtschaftskrise" immer mehr Millionäre gibt und auf der anderen Seite die Sozialsysteme immer mehr leiden müssen? Die Wirtschaft fordert heute von uns, wir sollen länger arbeiten, weil da ja "diese Krise" ist. "Diese Krise" heißt aber nichts weiter, als daß wir "nur" genausoviel produzieren wie im letzten Jahr. Unsere Wirtschaft wächst nicht mehr, das bedeutet aber, daß wir alle zusammen eigentlich nicht weniger haben, sondern eben nur das gleiche. In Zahlen ausgedrückt: Die Deutschen produzieren Güter und Dienstleistungen im Wert von 24.000 Euro pro Kopf im Jahr. "Pro Kopf" heißt hier aber vom Säugling bis zum Rentner! Es
entstehen 2 Fragen: Die ganzen
Güter und Dienstleistungen, die die Menschen
produzieren, werden zusammengerechnet und dann wird geteilt:
Die Arbeiter kriegen den Lohn für ihre Arbeit, nennen
wir das Arbeitseinkommen. Die Leute, die das Geld
für die Investitionen zur Verfügung gestellt
haben, kriegen den Lohn für ihr Kapital: Die
Kapitaleinkommen. Belohnung für Geld ist aber
nichts anderes als Zins. Ob man nun Wohnungen kauft oder
Maschinen - das Geld muß mindestens soviel abwerfen
wie es das durch Zinsen auf der Bank täte. Nun haben
wir aber festgestellt, daß der Reichtum der Reichen
exponentiell wächst. Also wachsen auch die
Kapitaleinkommen exponentiell. "Das kann
doch gar nicht sein, so einfach ist das doch alles gar
nicht" höre ich schon einige Leser schreien. Ach ja?
Wenn ein Mensch jedes Jahr dasselbe produziert, geht es ihm
dann jedes Jahr schlechter als im Jahr zuvor? Wenn eine
Gruppe an Menschen jedes Jahr dasselbe produziert, geht es
der Gruppe dann jedes Jahr schlechter als im Jahr zuvor?
Unsere Wirtschaft ist eine sehr große Gruppe an
Menschen und wir produzieren jedes Jahr dasselbe wie im Jahr
zuvor - nein, eigentlich produzieren wir seit Jahren und
Jahrzehnten immer etwas mehr als zuvor - und jetzt soll es
uns plötzlich einfach so schlechter gehen? Das passiert
nur dann, wenn innerhalb der Gruppe an Menschen eine
Teilgruppe mehr bekommt und die andere entsprechend
weniger. Doch
Schluß mit dem Jammern! Im islamischen Raum gilt es noch heute und im christlichen existierte es sehr lange: Das Zinsverbot. Gläubigen war es verboten, Zins zu nehmen - man könnte meinen, die Kirchen wußten um die Gefahren, die vom Zins ausgehen. Doch den Zins einfach zu verbieten funktioniert nicht, denn dann würde niemand mehr Geld verborgen. Firmen, die kurzzeitig Zahlungsschwierigkeiten haben, würden Pleite gehen, obwohl ein kleiner Kredit ihnen über die kurze Krise hinweghelfen würde. Großprojekte, wie Kraftwerke oder Hochhäuser würden nicht finanziert werden können, weil dafür immer das Geld vieler Leute nötig ist. Ein Zinsverbot funktioniert also nicht. Doch bereits Anfang des 20. Jahrhunderts hat sich ein Mann namens Silvio Gesell Gedanken zu dem Thema gemacht und eine relativ einfache Lösung gefunden. Sie ist schon fast so einfach, daß die meisten Menschen sagen "wenn es so einfach wäre, wäre sicher schonmal jemand drauf gekommen". Klar, Silvio Gesell ist drauf gekommen. Leider werden seine Theorien derzeit weder an Unis gelehrt oder auch nur diskutiert noch finden sie in der Politik oder in der Wirtschaft groß Beachtung - und das, obwohl einer der "großen Ökonomen", John Maynard Keynes, meinte, die Welt könne von "Silvio Gesell tausend mal mehr lernen als von Karl Marx". Silvio Gesell schlug vor, Geldbesitzer müssen "Lagerkosten" auf ihr Geld bezahlen, wenn sie es nicht ausgeben. Realisiert werden soll das, indem man z.B. einmal monatlich eine Marke kaufen muß und diese als "Entwertungsnachweis" auf den Geldschein kleben muß. Die Marke kostet z.B. 0,5% des Geldschein-Wertes, also bei einem 10-Euro-Schein kostet sie 5 Cent. Bei einem 100-Euro-Schein 50 Cent. Erst wenn diese Marke draufklebt, hat der Schein seinen vollen Wert. Was würde passieren? Jeder, der Geld hat, wäre bemüht, es vor dem Monatsende auszugeben. Da wir alle den Großteil unseres Geldes für Miete und essen und Kino usw. ausgeben, sind wir den Großteil unseres Geldes sowieso los. Den Rest sparen wir meist - gegen Zins auf der Bank. Doch wenn es plötzlich Geld kosten würde, wenn wir unser Geld zuhause horten, so würden wir es zur Bank bringen mit den Worten: "Ich will nichtmal Zins, ich will nur genau dieselbe Summe zurück, die ich einzahle". Jeder würde also, um der Gebühr zu entgehen, Kredite für 0% vergeben. Der Zins wäre also nicht "weg", er wäre auf 0% gesunken. "Da kann ich ja nichts mehr sparen" ist der ablehnende Ausruf derjenigen, die meinen, gute Ideen mit einer Sekunde Nachdenken über den Haufen werfen zu können. Wenn du 1000 Euro zur Bank bringst, und du kriegst in 10 Jahren 1000 Euro wieder, kannst du wohl etwas sparen. "Aber dann komme ich ja schlechter weg, weil ich keine Zinsen mehr kriege": Nein, du kriegst auf deine paar Kröten keine Zinsen mehr, aber du mußt auch auf die ganzen Sachen, die du kaufst, keine Zinsen mehr bezahlen! Dein Vermieter steht plötzlich vor der Wahl, 150.000 Euro zu einem Null-Zins auf die Bank zu bringen oder sie zu einem Null-Zins plus ein bißchen in deine Wohnung zu stecken. Wieviel Zinsen würdest du also allein in deiner Miete sparen? Wenn man Helmut Creutz' Berechnungen nimmt, hätte der Großteil der Menschen plötzlich 30% mehr Geld in der Tasche - Geld, welches nicht mehr automatisch zu den Reichen fließt, sondern bei den Menschen verbleibt, die es brauchen können und die es erarbeitet haben. Es gibt
sicherlich für den einen oder anderen Denker hier noch
einige Problempunkte, die auftauchen ("das muß dann
aber weltweit passieren" oder "wie läuft das denn mit
Bankkonten, auf die kann ich schlecht Marken kleben") - doch
die einfachsten dieser Probleme sind längst von vielen
Menschen durchdacht worden - und für lösbar
befunden worden. Denn Fakt ist: Der Zins sorgt für eine
riesige Umverteilungsmaschine vom Arm zu Reich und man
sollte sich nicht von auftauchenden Problemen abhalten
lassen. Denn für die meisten Probleme gibt es entweder
eine Antwort bzw. Erklärung oder eine Lösung. Ein
erklärender Zusatz mit offenen Worten: Man sollte
verstehen, was die obigen Informationen bedeuten. Sie
bedeuten, daß 90% der Bevölkerung 30-40%
ihre Lebensarbeitszeit damit verbringen, die übrigen
10% der Bevölkerung (die Reichen!) noch reicher zu
machen. Sie bedeuten, daß wir Teil eines riesigen
Umverteilunssystems sind, ja man kann von Sklaverei
sprechen, denn wir können uns nicht aussuchen, ob wir
an diesem Spiel teilnehmen wollen oder nicht. Wir sind Teil
der Wirtschaft, also zahlen wir Zinsen. Und da wir (also die
90% der Bevölkerung) dafür arbeiten müssen,
leben wir eine sehr lange Zeit für den Reichtum von
Menschen, denen wir nie begegnen werden, weil sie genug Geld
haben, sich mit Sicherheitsfirmen von uns abschotten zu
lassen. |
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