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DEUTSCHER FREIWIRTSCHAFTSBUND e.V.
Presseerklärung zur Bundestagswahl am 18. September 2005
Der Sprecher des Deutsche Freiwirtschaftsbund e.V. - Hermann Benjes - weist darauf hin, dass die von allen Parteien bedauerte Massenarbeitslosigkeit in Deutschland auch Vorteile bietet, die so kurz vor der Bundestagswahl nicht unerwähnt bleiben sollten. Wie der Börsenzeitschrift CASH zu entnehmen war, ist eine maßvolle Arbeitslosigkeit von 6 % grundsätzlich wünschenswert. Die Traumnote "ideal fürs Kapital" wird nach Ansicht der amerikanischen Notenbank Federal Reserve System allerdings erst bei einer Arbeitslosenquote von 10 % erreicht. Hohe Arbeitslosigkeit sorgt nämlich dafür, dass alle, die im Moment noch einen Arbeitsplatz haben, nicht mehr aufmucken können. Der Wegfall von Weihnachts- und Urlaubsgeld, ja sogar Lohnkürzungen bei verlängerter Arbeitszeit und andere "Grausamkeiten" sind schließlich nur in einem Umfeld nackter Verzweiflung zum Wohle des Kapitals denkbar und lassen sich unter dem Druck einer angedrohten Arbeitsplatzverlegung ins Ausland meistens auch problemlos durchsetzen. Da die Mitglieder der Regierungsparteien und die der Opposition von der gleichen Kapital-Lobby bearbeitet werden, wird der Ausgang der bevorstehenden Bundestagswahlen keine nennenswerten Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote haben. Auch die Arbeitslosen haben offenbar längst erkannt, dass man sich diese Wahl eigentlich schenken könnte. Das Problem bleibt also, nur die Verpackung wird den Ansprüchen der Wähler noch einmal angepasst. Wähler haben schließlich auch Rechte und nach Ansicht führender Politiker z.B. einen Rechtsanspruch darauf, zumindest vor Wahlen noch schnell die Augen gewischt zu bekommen. Wichtig ist diese Wahl eigentlich nur noch für jene Abgeordneten, die einen sicheren Listenplatz ergattert haben und damit für weitere vier Jahre finanziell abgesichert sind. Umfragen belegen, dass in Deutschland kaum noch damit gerechnet wird, dass die neue oder die alte Bundesregierung es nach der Wahl besser machen wird als bisher. Spannend bleibt lediglich die Frage, ob die Protestwähler von links oder rechts in der Lage sein werden, den Nichtwählern prozentuell das Wasser zu reichen. Die Arbeitslosen stehen also von vornherein als Wahlverlierer fest, und die Gewinner, das Großkapital einschließlich ihrer Steigbügelhalter, ebenfalls. Umfragen unter Langzeitarbeitslosen ergaben, dass diese Ihre Aussichten, jemals wieder eine anständig bezahlte Arbeit zu finden, durchaus realistisch einzuschätzen wissen und längst auf die Wahrscheinlichkeit eines großen Lottogewinns abgesenkt haben. Rechnet man jene 50 % aller Arbeitnehmer dazu, die sich von einer bevorstehenden Arbeitslosigkeit mit anschließender Altersarmut lediglich bedroht fühlen, wird das ganze Ausmaß des Versagens unserer "Volksvertreter" deutlich. Da dem Schuldenberg des Staates exakt gleich hohe Guthaben der Zins- und Zinseszinskassierer gegenüberstehen, wäre es an der Zeit, diese systembedingte Umverteilung von unten nach oben der ganzen Bevölkerung gründlich zu erklären. Der Autor Hermann Benjes, Vorstandsmitglied des Deutschen Freiwirtschaftsbundes e.V., hat in seinem Buch "Wer hat Angst vor Silvio Gesell?" die monetären Ursachen der sozialen Katastrophe glasklar beschrieben und auf das Krisenbewältigungspotential der rettenden Erkenntnisse des Geldreformers Silvio Gesell (1862-1930) hingewiesen. Der Deutsche Freiwirtschaftsbund e.V. protestiert gegen die Ungeheuerlichkeit, einen der größten Helfer der Menschheit des 20. Jahrhunderts zum Schaden aller Arbeitslosen nach wie zu ignorieren. |
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