24.2.2004

Presseerklärung zum Aschermittwoch-Bla-Bla der Parteien

 

Im Windschatten einer Opposition, die es ja auch nicht besser könnte, selbst wenn sie jetzt an der Macht wäre, sehen SPD und Grüne offenbar keinen Anlass, ihre Katastrophen-Politik grundlegend zu ändern. Stehen ihm die Medien auch weiterhin verständnisvoll zur Seite, gibt es für Gerhard Schröder in der Tat keinen Grund zur Sorge, zumal er auch von der außerparlamentarischen Opposition kaum noch gefordert wird.

 

Dass dieses Ausbleiben einer nennenswerten Kritik ganz handfeste Gründe hat, darauf macht das Vorstandsmitglied im DEUTSCHEN FREIWIRTSCHAFTSBUND e.V., Hermann Benjes aufmerksam, der diese Entwicklung seit Jahren mit Sorge beobachtet. So macht sich jetzt beispielsweise auch bei der Protestorganisation Attac eine von Ratlosigkeit geprägte Zurückhaltung breit, die sich beim Thema Massenarbeitslosigkeit in peinlicher Übereinstimmung mit der regierungsamtlichen Hilflosigkeit deckt. Attac hatte zunächst großen Zulauf, scheint jetzt aber unterwandert worden zu sein. Attac ist jedenfalls zahm geworden, so zahm, dass die Globalisierungsgegner jetzt sogar an einem Debattiertisch gelandet und gelitten sind, an dem sich die Naturschutzverbände BUND und NABU, Greenpeace und die Kirchen häuslich niedergelassen haben, um sich von dem Vorwurf zu erholen, den Arbeitslosen außer Sprüchen eigentlich nichts geboten zu haben.

 

Aber nicht nur an diesem Tisch wird „mit großem Ernst" über das Problem der Arbeitslosigkeit geredet und zwar seit Jahren. Auch am Kabinettstisch des Kanzlers sind wieder völlig neue und überraschend einleuchtende Erklärungsversuche entwickelt worden, die behutsam darüber hinwegtäuschen, dass die Arbeitslosen von dieser Regierung nichts mehr zu erwarten haben. An beiden Tischen sucht man übrigens die Interessenvertreter der über vier Millionen Arbeitslosen vergebens, und an beiden Tischen wird vermieden, eine freiwirtschaftliche Lösung auch nur mit einem Wort zu erwähnen geschweige denn in Erwägung zu ziehen. So etwas schweißt zusammen. Andernfalls wäre es ja auch gar nicht möglich, das Thema Geldreform &endash; an der Bevölkerung vorbei - mit einem Tabu zu belegen.

 

Darauf angesprochen, entlasten sich diese „Interessenvertreter" hinter vorgehaltener Hand gelegentlich mit dem Hinweis, dass die freiwirtschaftliche Lösung schließlich auch von den Medien verschwiegen würde. Obwohl diese Ausrede im Hinblick auf das Schicksal der Arbeitslosen nur als zutiefst unmoralisch und skandalös bezeichnet werden kann, so ist sie dennoch wahr: Das Krisenbewältigungs-Potential der Freiwirtschaft wird nach wie vor auf dem Presse-Altar des Totschweigens geopfert!

 

Der DEUTSCHE FREIWIRTSCHAFTSBUND e.V. ist angetreten, diesen Presse-Skandal in die Öffentlichkeit zu tragen &endash; nicht nur im Internet. Redakteure zum Beispiel, die kurz vor der Rente stehen oder aus anderen Gründen wenig zu verlieren haben, werden aufgerufen, sich über den freiwirtschaftlichen Ausweg aus der Krise zu informieren, um anschließend das Kartell der Verschweiger ans Licht zu zerren. Zeitungsabonnenten wird empfohlen, sich mit gezielten Anfragen an die jeweiligen Redaktionen zu wenden, um bestenfalls das Tabu zu beenden oder notfalls mit einer „Abo-Kündigungen aus Protest" Flagge zu zeigen.

 

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24.2.2004