|
Dreikönigstreffen der Polit-Prominenz in Deutschland
Anläßlich der obligatorischen Dreikönigsveranstaltungen der Parteien, äüßert sich das Vorstandsmitglied des Deutschen Freiwirtschaftsbundes, Hermann Benjes in einem Brief an die Medien.
Für die großen Volksparteien wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, die eigene Stammwählerschaft bei der Stange zu halten, zumal auch dem dümmsten Wähler inzwischen klar geworden ist, dass weder Regierung noch Opposition in der Lage sind, der Massenarbeitslosigkeit z.B. oder dem Sozialabbau einen Riegel vorzuschieben, betont Hermann Benjes in seinen Ausführungen. Die steigende Zahl der Nichtwähler wusste das offenbar schon länger und fühlt sich natürlich in zunehmendem Maße bestätigt. Aber auch die Regierung fühlt sich noch immer bestätigt und die Opposition sowieso. Noch nie hat es unter Politikern so viel Schulterklopfen gegeben - trotz der beschämenden Lage auf dem Arbeitsmarkt!
Am fehlenden Selbstbewusstsein der verantwortlichen Politiker kann es also nicht liegen, wenn alle miteinander - und das auch noch gleichzeitig - mit ihrem Latein plötzlich am Ende sind. Aber weit und breit ist kein Politiker in Sicht, der gegenüber dem Heer der Arbeitslosen die unübersehbare Rat- und Hilflosigkeit von Regierung und Opposition (angesichts leerer Kassen) wenigstens hinter vorgehaltener Hand einmal zugeben würde. Es fällt auf, dass dem Anspruch auf Zins, dem Zinsterror, also der eigentlichen Ursache der Staatsverschuldung, keine Beachtung geschenkt wird. Der Mangel an Geld wird zwar beklagt, doch die Frage, wo ist es denn geblieben?" , bleibt ungestellt, weil ausgerechnet diese Frage zu einem Tabu erklärt wurde. Dass die Reichen ihre Zinseinkommen mittlerweile ins Unermessliche gesteigert haben und mit ihrem Anspruch auf Zins" die Massenarbeitslosigkeit nicht nur hervorrufen sondern geradezu füttern, kann von der Presse mit Rücksicht auf das Anzeigengeschäft mit den Finanzdienstleistern" nicht einmal gestreift werden.
Hätten wir eine freie Presse- so Benjes - wären unsere Spitzenpolitiker" längst dazu gezwungen worden, den Offenbarungseid zu leisten: Wie ein nässender Hund würde eine wirklich freie Presse den Finanzminister und den Bundeskanzler so lange mit der Nase in das eigene Bächlein tauchen, bis beide die Schnauze so richtig voll haben" und eine sozial- und finanzpolitische Stubenreinheit wenigstens schon mal in Aussicht stellen. Das können die Journalisten aber nicht, die der Bevölkerung ja auch nach wie vor die jährlichen Geheimkonferenzen der Bilderberger verschweigen, um sich immer wieder als verlässliche Steigbügelhalter der Finanzgewaltigen bewähren zu können. Hier also schließt sich der Kreis: Hohe Politik, Wirtschaftswissenschaft (Kanzlerberater"!), Presse und Kapital in einem Boot. Diese Kumpanei hält schon ziemlich lange; und sie hält, was sie verspricht: Friedliches Miteinander &endash; bis zur nächsten Katastrophe: Nachlassende Konjunktur, traditionelle Hilflosigkeit inkompetenter Politiker, Ratlosigkeit der Wirtschaftsprofessoren, Massenarbeitslosigkeit, Unruhen, Terror und Krieg. Das 20. Jahrhundert lässt grüßen! Anschließend geht es wieder von vorne los: Vergesslichkeit der Bevölkerung, Wiederaufbau, vorübergehende Vollbeschäftigung, soziale" Marktwirtschaft, Staatsverschuldung, beginnende Arbeitslosigkeit usw. usw.
Der Deutsche Freiwirtschaftsbund e.V. wird im Jahre 2004 mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die Medien davon abzubringen, den Wirtschafts- und Geldreformer Silvio Gesell ein weiteres Jahr auf dem Presse-Altar des Totschweigens zu opfern.
Schulen und Hochschulen sollen daran erinnert werden, dass sie im Gegensatz zur Presse dem Gebot des Totschweigens eigentlich nicht unterliegen und durchaus in der Lage wären, Schüler und Studenten über die Natürliche Wirtschaftsordnung Silvio Gesells vorurteilsfrei zu informieren. Wie notwendig diese Aufklärung selbst unter Studenten der Volkswirtschaftslehre ist, beweist die Unverfrorenheit der Professoren, die sich nicht schämen, Studenten der VWL unverändert als absolute Analphabeten des Geldes ins Leben zu entlassen. Wie Benjes ausführt ist daher vorgesehen, eine der nächsten maßgeschneiderten Aufklärungs-Aktionen diesen Studenten zu widmen um so zu verhindern, dass in Deutschland eine weitere Generation Wirtschaftswissenschaftler heranwächst, die dem Kapital die Füße küsst und den Politikern nicht helfen kann, selbst wenn sie es wollte. |
|
|
|
|